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Krankenversicherungsvergleich





Honey

Okay, seitdem ich vor einigen Tagen von Frauen und Kindern gesprochen habe, scheine ich eine magische Anziehungskraft auf alle weiblichen Wesen zu haben. Obwohl wir nur in einer riesigen Reinigungs-Mittel-Familien-gleichen Gemeinschaft leben und irgendwie, irgendwo alle verwandt sind, sind die Verwandschaften meistens nie so tief, dass es etwas machen w?rde, wenn ich wirklich etwas mit Carla, Sara oder Jessica anfangen w?rde. Nat?rlich werde ich das nicht. Ich habe meine Prinzipien und ich plane keineswegs, diese zu ?ndern. Wer bin ich denn? Ich bin immerhin der Allwissende Erz?hler! Ha! Und ich brauche verdammt nochmal kein Weib, dass mir an den Nippeln h?ngt, wie ein H?ndchen seinem Herrn und mir jeden Tag best?tigt, wie sehr es mich liebt. Ich hatte in meinem Leben bis jetzt nur eine einzige Frau. Eine Freundin, genaugenommen. Und das war, als ich 14 war und noch nicht meine Aufgabe bekommen hatte. Ich habe sie wirklich geliebt, obwohl ich noch recht jung war. Ich hab mir damals in meiner naiven Jugendtr?umerei vorgestellt, wie es w?re, mit ihr zu schlafen. Gek?sst hatte ich sie ja schon. Und irgendwann wollte ich sie heiraten und einen Haufen Kinder mit ihr in die Welt setzen. Sie hatte dieselben Gedanken. Sie wollte mit mir ihr Leben teilen. Und wir hatten und ?berlegt, dass wir 5 Jungs und 3 M?dchen bekommen wollten. Hahaha... wir wollten die Jungs zu einer Basketball-Mannschaft machen und die M?dchen zu Cheerleadern. Und wir w?ren unglaublich stolz auf sie gewesen. So stolz, wie Eltern es noch nie gewesen w?ren. Ihr Name war ?brigens Danielle Day. Wir alle nannten sie immer nur ?Honey?, doch nur wenn ich sie so nannte, schm?ckte daraufhin ein wundersch?nes L?cheln ihr Gesicht. Sie hatte eine Haut aus Seide. Jedes Mal, wenn ich sie streichelte, bekam eher ich als sie eine G?nsehaut. Oh Gott, ich war so verr?ckt nach ihr. Ich war wirklich erst 14, sie 13. Und wir waren ineinander vernarrt, als w?ren wir erwachsen. Die anderen Jungs fanden mich idiotisch, weil ich st?ndig am sch?rmen war, wie gut es mir und Honey ging. Aber das machte uns Beiden nichts. Es klang auch immer sehr lustig, wenn sie riefen ?Honey und Mighty?. Hmhm... zwischendurch klang das wie ein Filmtitel. Oder wie der Name von irgendwelchen Cornflakes. Ja... sie war trotz allem meine K?nigin.
Aber das kann ich ja jetzt vergessen, es ist vorbei. Pah, das ist ja auch lachhaft, sich ?ber vergangene Dinge einen Kopf zu machen, von denen man ohnehin genau wei?, dass man sie nicht in die Gegenwart ziehen kann. Ich kann nicht ?ndern wer ich bin. Ich bin mit meiner Aufgabe nun einmal bis an mein Lebensende besattelt. Ich hatte keine Wahl. Niemand fragte mich ?entweder die Aufgabe oder Danielle?. Nein, mein vater, meine Onkel, meine Tanten, sie alle schlugen mir einfach knallhart auf den Tisch ?Du musst deine Aufgabe annehmen.?. Niemand hat mich gefragt...
Aber das ist in Ordnung. Wozu brauche ich all diese Fantasien, die ich damals mit ihr hatte? Ich bin nun mal nicht dazu gedacht, ein normales Leben zu f?hren, sondern das Schicksal meiner Familie weiterzuf?hren. Deshalb will ich keine Kinder. Sie sollen das nicht auch durchmachen m?ssen.
Oh, aber bitte machen Sie sich jetzt keine Sorgen, dass mein Leben furchtbar w?re. Mein Leben ist wirklich sehr erf?llt, immerhin habe ich eine wundervolle Familie und dank meiner F?higkeiten wird mir auch nie langweilig, hihi! Also bitte ich Sie: Es ist alles im gr?nen Bereich, solange ich nicht irgendwo einsam verrecke. Und ich gedenke, daf?r zu sorgen, dass es so nicht enden wird. Ich werde nicht einsam sterben.
6.7.05 20:33


Der Stress mit der lieben Familie...

Ich habe manchmal schon das Gef?hl, dass sich keine Sau f?r mich interessiert. Es ist ihnen einfach egal, was ich zu tun ahbe, was meine Aufgabe ist. Eine Frau habe ich nicht. Wenn ich eine h?tte, h?tte ich vielleicht auch Kinder. Aber will ich das ?berhaupt? Sie m?ssne sich ?berlegen, Sie h?tten ein Kind. Und dieses Kind m?sste die Aufgabe ?bernehmen, die Sie selbst schon ein ganzes Leben lang fertig macht. W?rden Sie es wollen? Nein, eben! Und das ist der Grund, warum ich mich von Frauen fernhalte. Nachher kommt mir dann noch wirklich eine an und sagt mir mit ihrer fr?hlichen Art: ?Mighty, ich bin schwanger!?
Stelle man sich mal vor... ICH als Vater! Da h?tten meine Geschwister bestimmt Spa? dran. Oh Mann, ich h?r sie f?rmlich lachen. Ich war ja schon als ?ltester Bruder ein Versager, was w?rde dass dann als ein Elternteil geben? Okay, ich k?nnte nat?rlich die ganze Arbeit einfach meiner Frau aufdr?cken. Aber die Tatsache, dass mein Sohn oder meine Tochter dann dieses Schicksal des allwissenden Erz?hlers ?bernehmen m?sste, bliebe selbstverst?ndlich trotzdem bestehen. Ich glaube nicht, dass ich meinem Kind solch eine Last aufb?rden k?nnte. Hm-hm-hm... im Gegensatz zu meinem Vater. Der schien damit keinerlei Probleme zu haben. Hat sich einfach gedacht ?Ist eben so. Da muss er durch.? und ist abgehauen.
Aber wenn man mal genau dr?ber nachdenkt: Wozu brauche gerade ich eine Familie? Immerhin habe ich mit meiner Arbeit genug zu tun. Jede Stunde eine Geschichte zu erz?hlen ist wahrhaftig einen Wahnsinnsarbeit...
3.7.05 19:35


Junkie-Job

Haben Sie an manchen Tagen in Ihrem Job das Gef?hl, Sie werden ?berfordert? Sollten Sie irgendwann mal in meiner Familie, als Nachfolger des Allwissenden geboren werden: Vergessen Sie das! In dem fall werden Sie sich noch w?nschen, wieder in ihren alten ?schweren? Job zur?ckkehren zu k?nnen. Ich wei?, ich bin ein Jammerlappen. Aber mal ehrlich, wenn Sie w?ssten, was ich hier schon f?r Leute kennen lernen musste: Punks, Rocker, Oldies but Goldies, kleine Kinder, gro?e Kinder, dicke, d?nne, schwarze, wei?e, total verr?ckte! Ich hab sie alle kennen gelernt! Aber die, die am meisten vorhanden waren und deren Gedanken und Gef?hle ich am interessantesten fand, waren mit Abstand die der Junkies. Sie haben einfach eine v?llig andere Art und Weise zu denken. Durch das zeug, dass die intus haben, drehen sich ihre ?berlegungen gr??tenteils in der ersten Phase darum, wie man noch mehr von dem Zeug bekommen k?nnte. In der zweiten Phase, in der sie dann langsam wieder klar werden, versuchen sie alles zu realisieren. Und in der letzten, schmerzvollen Phase, bemerken sie, was sie getan haben und ihnen allen, ausnahmslos, tut es Leid. So habe ich es erfahren. Ich habe ihren seelischen Schmerz gesp?rt, wie sie ihn selbst gesp?rt haben. Sie tun mir furchtbar Leid. Aber eine weitere Erfahrung, die ich machte, war, dass die meisten Leute kein Mitleid wollen, gerade die, die es am n?tigsten h?tten.
2.7.05 20:45


Die Geburt des allwissenden Erzählers...

Ich muss mich recht herzlich f?r mein Gequatsche von gestern entschuldigen. Ich klang wie ein neurotischer, selbsts?chtiger Kerl, der sich und seine Kr?fte preist. Oder? Naja, vielleicht war ich auch nur froh, endlich mal wem den ganzen Bl?dsinn erz?hlen zu k?nnen. Glauben Sie nun daran, was ich erz?hlt habe? Warten Sie, ich fang anders an... haben Sie schon einmal etwas vom allwissenden Erz?hler geh?rt? Vielleicht damals in der Schule im Deutschunterricht? Sie wissen schon, dieser Typ, der die Geschichten immer erz?hlt und genau wei?, was wer, wann, wie und wo f?hlt. Er ist ?berall gleichzeitig und ?berall drin. Nicht direkt, aber so in etwas... ach, Sie wissen doch, was ich meine! Soll ich jetzt einfach mal reinen Tisch machen? Mir wurde dieser ?Job? ?bergeben. Und zwar von dem vorherigen Erz?hler, n?mlich meinem Vater. Er hat gewusst, dass ich das eines Tages machen m?sste. Er hatte es mir nicht gew?nscht ? das ist ein schei? Job ? aber er wusste es. Es passierte etwa, als ich 15 Jahre alt war. Ich war fix und fertig, nachdem dieses ?Allm?chtige? auf mich ?bergegangen war. Ich h?rte alles auf einmal, ich hab gewusst, was andere f?hlen. Mein Vater konnte mir nicht beibringen, wie ich damit umzugehen hatte. Denn seine Identit?t, sagte er immer, war das Wichtigste, was er in seinem Leben hatte. Ich kannte ihn bis zu dem Tag, an dem ich seine Kr?fte ?bernahm. An dem ich der allwissende Erz?hler wurde. Danach, als er wieder ein gew?hnlicher Mensch war, ?nderte er seine Identit?t und ging fort. Das Gesicht eines jeden allwissenden Erz?hlers muss gewahrt werden, so hat er es mir erkl?rt. Deshalb muss der Beruf auch in der Familie bleiben, der man vertrauen kann, dass sie einen nicht verr?t. Es ist kompliziert. Gott, ich hab doch keine Ahnung. Er hat st?ndig versucht, es mir n?her zu bringen, ich wei? trotzdem nicht, was genau abgeht, wenn man in meiner Familie geboren wird. Naja, wie dem auch sei, mein Vater ist weg, jetzt bin ich derjenige, der seine Identit?t hat ?ndern lassen. Niemand kennt mich. Zumindest nicht mein Aussehen. Ich lebe innerhalb meiner Familie, eine gro?e Familie. Und da sie so gro? ist, k?nnen wir unter uns bleiben, ohne dass einer irgendwann sagt ?Bu?h, isses hier ?de.?. Denn glauben Sie mir: Bei uns wird es nie ??de?.
30.6.05 19:54


Liebloser Lärm

Man stelle sich vor, die Erde k?nnte nur ein winziger Fleck im Universum sein. Ich meine, ist doch durchaus vorstellbar. Und nun nehme man an, dass ein einzelner Mensch, viel kleiner als die Erde selbst, ausgesucht wird und innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde die F?higkeit besitzt, alles zu sehen, zu h?ren und zu f?hlen, was sich irgendwo in den Weiten der Galaxie abspielt. Was f?r ein Gef?hl muss dieser Mensch ? in unserem Fall ein Mann ? dann haben? Was muss er f?hlen, wenn ihm all die Lasten auferlegt werden, die die Galaxie f?hlt? Er muss doch f?rchterlich verwirrt sein, weil er nicht wei?, wie er mit den neuen Kr?ften umgehen soll. Er h?rt tausende Stimmen in seinem Kopf, die zusammen eine so brilliante Mischung an Chaos und L?rm ergeben, dass der Mann fr?her oder sp?ter einfach wahnsinnig werden muss. ?berlebt er diesen lieblosen L?rm durch irgendeinen Zufall und schafft er es vielleicht durch Konzentration die vielen Stimmen so zu ordnen, dass er nur noch das wahrnimmt, was er wahrnehmen m?chte, k?nnte es sein, dass er ein m?chtiger Mann wird. Sein Macht k?nnte die von allem Anderen ?bersteigen, wenn er dazu in der Lage ist, die Gef?hle und Gedanken aller Wesen, die es gibt, zu kontrollieren. Und das wird ihm eines Tages gelingen, wenn er zu hundert Prozent wei?, mit seiner Macht umzugehen. Doch nehmen wir an, er kann bisher nur die Gedanken lesen und f?hlen, was sie f?hlen. Ist das dann nicht Macht genug? Stellen Sie sich vor, was der alles anstellen k?nnte mit diesem allm?chtigen Wissen!
Jetzt gehen wir einen Schritt weiter: Stellen Sie sich vor, dieser Mann, dem dies alles geschehen ist, s??e nun hier vor seinem Computer und schreibt nieder, was ihm geschehen ist? W?rden Sie ihn beneiden? Oder bemitleiden?
W?rden Sie ihm ?berhaupt glauben? Oder w?rden Sie auslachen, was er schreibt?
29.6.05 19:49





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